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Neue Einsatzbekleidung

Am Mittwoch konnten wir die Journalistin, Anna Neef, in der Feuerwehr Bockau begrüßen. Den Grund dafür konnte man in der Freitagsausgabe der Freien Presse lesen.

 

Helfer in der Not rücken jetzt in neuer Dienstkleidung aus. Die Freiwillige Feuerwehr Bockau hat neue Jacken und Hosen im Schrank. Deren Kauf hatte sich länger hingezogen als geplant. Der Ärger darüber ist inzwischen verraucht.
 

Bockau. 23 aktive Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bockau sind dafür ausgebildet, im Ernstfall mit einer Atemschutzmaske auf dem Gesicht brennende Gebäude zu stürmen und Menschen aus dem Feuer zu retten. Diese Vorhut, wenn man so will, hat jetzt neue Jacken und Hosen erhalten - im Wert von 19.000 Euro. Damit erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch, so Feuerwehr-Chef Jörg Seeliger.

 

Er war es auch, der vor einigen Wochen während einer Gemeinderatssitzung noch einmal auf die Dringlichkeit hinwies, da sich der Kauf länger hinzog, als geplant. Der harsche Tonfall kam nicht bei allen gut an, auch nicht bei Bürgermeister Siegfried Baumann (parteilos). Immerhin steuerte die Gemeinde mit 12.000 Euro letztlich einen Großteil der Kaufsumme bei. Der Ärger ist inzwischen verraucht. "Wir sind froh, dass wir die Sachen nun haben", so Seeliger. Sie schenken den Ehrenamtlichen im Einsatz mehr Sicherheit. Was man der Kleidung nicht ansieht, ist fast das Wichtigste: die Membranen im Inneren, die als Hitze- und Nässesperren dienen. Die Sachen haben aber auch sichtbare Vorteile. "Sie besitzen Reflektoren - rot und neonfarben. Dadurch sparen wir das Überziehen von Warnwesten." Zudem sei der Schnitt der Jacken und Hosen großzügiger. "Sie gewähren mehr Bewegungsfreiheit - eine echte Verbesserung." Zu den 19.000 Euro steuerte die Gemeinde wie erwähnt 12.000 Euro bei. Der Rest kam vom Feuerwehrtechnischen Zentrum des Erzgebirgskreises, an das jede Wehr je nach Einwohnerzahl eine Umlage abführt. "Davon werden Ausbildungen oder die Wartung von Atemschutzmasken und Schläuchen finanziert."

 

Die Bockauer indes haben noch mehr Grund zur Freude: Auch das First-Responder-Team als Erste-Hilfe-Einheit, die oft schon vor dem Notarzt vor Ort sind, hat neue Jacken und Hosen bekommen. 22 Stück für rund 4500 Euro - finanziert über Feuerwehrförderverein und Gemeinde. Die alten Sachen stammten aus dem Gründungsjahr der Einheit, die 2004 Vorreiter in Sachsen war. Inzwischen zogen einige Orte nach.

 

"Aber so wie wir, mit einem 24-Stunden-Dienst, zieht es kaum einer durch." Daher sei das Geld gut angelegt. "Es ist eine Wertschätzung für das, was die Kameraden leisten", sagt Seeliger, der mit seiner Truppe in diesem Jahr das 150-jährige Bestehen der Feuerwehr Bockau feiert. Unter anderem ist im Zuge des Wurzelfests vom 18. bis 20. August ein Umzug geplant - mit neuen Hosen und Jacken freilich.

 

Ein Wunsch bleibt: "Wir hoffen, dass wir 2018 das Geld aufbringen, um die restlichen Kameraden noch mit neuen Sachen auszustatten."

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Veröffentlichung

Fr, 30. Juni 2017

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